ROLLADEN GLUFKE GmbH

An der Ziegelhütte 7
97320 Mainstockheim

Tel.: (09321) 2100-0
Fax: (09321) 2100-16

 
 
 
 

Alle Jahre zu Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich Fragen zum Thema:


„TAUWASSERBILDUNG“

- Warum gab es dies bei
  den alten Fenstern nicht?
- Woher kommt es?
- Ist das normal?
- Wer ist dafür verantwortlich?
- Was kann man tun?

Die Wirkung ist jedem ersicht-
lich, die Ursachen dafür sehr
vielfältig.

Über die letzen Jahre hinweg betrachtet, nahm die Zahl derartiger Problemfälle enorm zu.

Einfach und simpel ausgedrückt, ist die Ursache hierfür in der energiebewussten Bauweise
und in der damit stetig steigenden Anforderung an die Luftdichtheit der Gebäudehülle zu suchen.

 Früher

 Heute

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Das typische Raumklima ent-
Stand früher durch undichte
Fenster und überheizen der
Räume, da die Energiekosten
Nicht entscheidend waren.

Das Ergebnis war eine sehr
niedrige Luftfeuchte in den
Räumen.

Feuchtschäden durch Tauwasser-
und Schimmelbildung waren so
gut wie nicht bekannt.

Die heute gültigen Normen
und Verordnungen weisen 
immer höhere Anforderungen 
in Bezug auf die Energie-
einsparung aus. Auf die Luftdicht- 
heit von Gebäuden und Bauteilen 
wird besonderer Wert gelegt.

Durch sparsames Heizen in Verbindung
mit dichten Fenstern steigt die Raum-
feuchte an. Die kann in der kalten Jahres-
zeit zu Tauwasser und Schimmel führen.

Der Umstand, dass ein Energieverlust durch undichte Bauteile vermieden wird, verlangt nun von uns ein geändertes Nutzverhalten.

 

Als ersten Schritt wollen wir nun erörtern, wodurch die Feuchte in der Luft erzeugt wird.

Im Wohnbereich wird ständig Wasserdampf erzeugt. Man kann von folgenden Mengen ausgehen:

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Atemluft des Menschen
1 - 2 Liter pro Tag und Person

Kochen (bei 3 Pers.-Haushalt)
1 - 2 Liter pro Tag


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Duschen und Baden
0,5 - 1 Liter pro Tag und Person

Wäschetrockner
1,5 - 2,5 Liter pro Tag

Zier- und Topfpflanzen
0,5 - 2 Liter pro Tag

Diese Wassermengen befinden sich als unsichtbarer Wasserdampf in der Luft.

Wie aus dieser Aufstellung zu ersehen ist, können in einem Vier-Personenhaushalt während eines Tages durchaus 10 Liter Wasser und mehr an die Raumluft abgegeben werden.

Die Luft kann je nach Temperatur aber nur eine bestimmte Menge an Wasser in Form von Dampf aufnehmen. Ist die Raumtemperatur höher, kann die Luft mehr Wasser aufnehmen.

So zum Beispiel:


BILD

Merke:
Je kälter die Außenluft, desto trockener wird sie beim Erwärmen im Rum. Als Folge kann sie mehr Wasserdampf aufnehmen und desto größer ist der Trocknungseffekt.

Ist jedoch die Höchstmenge an Wasserdampf in der Luft vorhanden, kann sie keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen. Es herrscht somit eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 %.

50 % rel. Luftfeuchtigkeit heißt somit, dass die Luft zur Hälfte mit Wasser gesättigt ist und bis zur vollen Sättigung noch einmal die gleiche Menge aufnehmen kann.

Merke:
Je niedriger die relative Luftfeuchtigkeit ist, desto mehr Wasser kann die Luft aufnehmen
!

 

Anhand eines Beispiels wollen wir nun diese physikalischen Regeln betrachten.

Als Beispiel nehmen wir einen Raum mit 25 m² Grundfläche und einer Höhe von 2,6 m. Dies ergibt ein Raumvolumen von 65 m³. Bei einer Lufttemperatur von 23 ° C „schwebt“ in diesem Raum (bei 60 % rel. Luftfeuchte) fast 1 Liter Wasser in Form von Wasserdampf. Gerät nun diese feuchte Luft im Winter an eine kalte Fensterscheibe (< 12° C), dann „kondensiert“ der Wasserdampf und schlägt sich als sichtbares Wasser an der Scheibe nieder.


BILD

Welche baulichen Gegebenheiten erhöhen die Tauwassergefahr am Fenster?

Alles was zu niedrigen Oberflächentemperaturen an der Scheibe führt, wie z. B.:
1. Positionierung des Rahmens in der Leibung nach außen.
2. Wie ausladende Fensterbänke innen.
3. Geschlossene Vorhänge.
4. Fußbodenheizung (geringe Konvektion)

Die Kondensation beginnt in der Regel
am Scheibenrand, da der Randverbund
wärmetechnisch der ungünstigste Punkt
am Fenster ist.


Welche baulichen Gegebenheiten verringern die Tauwassergefahr am Fenster?

Alles was zu höheren Oberflächentemperaturen an der Scheibe führt, wie z. B.:
1. Positionierung des Rahmens in der Mitte der Leibung.
2. Entlang streichende Warmluft vom Heizkörper am Fenster.
3. Besserer Randverbund („Warme Kante“)
4. Materialien mit verbessertem U-Wert einsetzen.

Aber Merke:
Tauwasser tritt nicht nur an Fensterscheiben oder -rahmen auf, sondern
an allen kalten Flächen. Dies führt zur Schimmelbildung an den Wänden

Bei einer oberflächigen Betrachtung, werden die dadurch entstehenden Auswirkungen, Wasser auf der Fensterinnenseite, häufig dem Fensterhersteller und seinen Produkten angelastet.

Die damit auftretenden Probleme können aber damit nicht behoben oder verhindert werden.

Auch den Brillenherstellern und ihren Brillen wird nicht angelastet, dass einem Brillenträger der aus der Kälte kommt, beim Betreten eines warmen Raumes die Brille beschlägt.

Merke:
Tauwasser tritt um so schneller auf, je kälter die Oberfläche und/oder je feuchter die Raumluft ist!

 

Tipps und Anweisungen wie Sie Tauwasserbildung verhindern bzw. minimieren?

- Erneuern Sie regelmäßig die Raumluft.
- Lüften Sie möglichst kurz („Stoßlüftung“).
- Schalten Sie die Heizung während des Lüftens ab.
- Bei der „Stoßlüftung“ sollten die Fenster ca. 5 - 10 Minuten
  geöffnet werden. Übrigens: Kurzes Stoßlüften kühlt die Wände
  und Möbel nicht aus. Sie merken es selbst, wie schnell der Raum
  wieder behaglich warm wird.
- Versuchen Sie eine „Querlüftung“ zu erzielen, d.h. öffnen Sie die
  Zimmertüre oder ein zweites Fenster damit ein „Durchzug“ entsteht.
- Dadurch wird die feuchte („gesättigte“) Luft mit kalter und damit
  trockener Luft ausgetauscht.
- Die Heizung wird nun wieder angestellt.
- Nach 3 – 4 Stunden hat die Luft wieder genügend Wasserdampf
  aufgenommen um den Vorgang zu wiederholen (täglich 3 – 5 mal).
- Eine merkliche Verbesserung wird meist nach ca. zwei bis drei Wochen
  erzielt.

- Räume die sich auf der Nordseite befinden, sollten im Winter etwas
  stärker beheizt werden, da sie mehr auskühlen.
- Versuchen Sie in allen Räumen möglichst gleichmäßige Temperaturen
  zu erzielen.
- Schlafen Sie nachts bei geöffnetem Fenster, schließen Sie die Schlaf-
  zimmertüre.


Sollten Sie die vorgestellten Hinweise und Empfehlungen beachten,
haben Sie sicher wenig Probleme und viel Freude an Ihren Fenstern
und Ihrer Wohnung.


 


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