Ratgeber: Die Vor- und Nachteile verschiedener Fenstermodelle

Fenstermodelle

Wer ein Haus baut oder sich dazu entschließt, im Rahmen einer Renovierung die Fenster auszutauschen, hat die Wahl zwischen folgenden Fenstermodellen: Kunststofffenster, Holzfenster, Aluminiumfenster, Holz-Aluminiumfenster und Kunststoff-Aluminiumfenster. Die Wahl des passenden Modells hängt vom persönlichen Geschmack, dem Geldbeutel und von der Art des Hauses ab.

Das günstigste und in Deutschland am häufigsten verwendete Fenstermodell ist das Kunststofffenster. Seine Vorteile bestehen in seiner Stabilität und Langlebigkeit, seiner Unempfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen, Abgasen, Reinigungsmitteln aller Art und elektrostatischer Aufladung. Kunststofffenster bieten einen guten Wärme- und Schallschutz, sind pflegeleicht und bedürfen nur selten Instandhaltungsarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Preis. Der Hauptnachteil bei Kunststofffenstern ist, dass sie kalt und nicht sehr wohnlich wirken.

Eine angenehme, warme Wohnatmosphäre hingegen vermitteln Holzfenster. Sie sind äußerst stabil und in der Wärmedämmung hervorragend, laden sich nicht elektrostatisch auf und können gut recycelt werden. Es gibt sie in sehr vielen verschiedenen Farben und Holzarten, sodass die Fenster passend zum Haus und zur Einrichtung ausgewählt werden können. Ihr Nachteil ist ihr höherer Preis im Vergleich zu Kunststofffenstern. Holzfenster haben außerdem ein sehr hohes Eigengewicht und bedürfen einer gewissen Pflege, da sie anfällig für Witterungseinflüsse sind. Zwar wurde die Haltbarkeit in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert, doch weiterhin müssen Holzfenster regelmäßig neu lackiert werden.

Wenn es um einen modernen, vielseitigen Stil geht, sind Aluminiumfenster eine interessante Alternative. Sie weisen eine große Stabilität auf, obwohl sie ein geringes Eigengewicht besitzen, sind langlebig, hitzebeständig, pflegeleicht, lärmundurchlässig, Schmutz abweisend, witterungsbeständig und können gut recycelt werden. Bestechend ist ihr verschiedenartiges Design. Aluminiumfenster können in alle nur erdenklichen Formen gebracht werden und in den verschiedensten Farben erstrahlen. Die Nachteile dieses Fenstertyps liegen beim höheren Preis im Vergleich zu Holzfenstern sowie in der geringen Wärmedämmung.

Holz-Aluminiumfenster kombinieren die Wärmedämmung von Holz mit der Witterungsbeständigkeit von Aluminium. Sie müssen kaum gewartet werden, sind pflegeleicht, langlebig und ökologisch, da beide Materialien gut recycelt werden können. Überdies bieten sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: farbiges Aluminium für eine moderne Außenfassade und warmes Holz für eine gemütliche Wohnraumatmosphäre. Der Nachteil von Holz-Aluminiumfenstern ist eindeutig ihr hoher Preis, der über dem von reinen Aluminiumfenstern liegt. Dieser begründet sich nicht nur durch die Materialien, sondern auch durch eine aufwendigere Konstruktion. Der Preis relativiert sich jedoch durch die vielen Vorteile und die hohe Energieeinsparung.

Eine elegante Alternative zum reinen Kunststofffenster stellen Kunststoff-Aluminiumfenster dar. Sie kombinieren Statik und Witterungsbeständigkeit mit Langlebigkeit und guter Wärmedämmung. Durch die verrottungsfreien Materialien kann überdies keine Fäulnisbildung im Verbindungsbereich entstehen. Preislich liegen Kunststoff-Aluminiumfenster zwischen reinen Kunststofffenstern und Holzfenstern, sind also relativ günstig. Zudem können durch sie Energiekosten eingespart werden. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie nicht sehr wohnlich wirken. Allerdings bietet die Kombination mit Aluminium mehr farbige Gestaltungsmöglichkeiten als bei reinen Kunststofffenstern.